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Der Co-Pilot stellt noch schnell ein Treppchen vor den Einstieg der Twin Otter… und nach ca. 2h Wartezeit, im ziemlich harsch klimatisierten Warteraum des Domestic Airport auf Mahe, steigen wir in die kleine Maschine.
Der Geruch nach Treibstoff und Schweiß raubt mir fast den Atem, es ist eng und stickig hier drinnen.
Der Pilot wirft die Motoren an und jetzt wird es auch noch höllisch laut.
So beginnt also meine erste Tropenreise…und unsere Flitterwochen 😀
Nach nur 20 Minuten, wo wir die Aussicht auf die Seychellen von oben genießen konnten, landeten wir auf Praslin.


Von dort werden wir auch gleich abgeholt und dann geht’s ab in unseren Bungalow im Resort „Les Villas D`Or“.
Hübsch und gepflegt ist es hier.
Von der Terrasse aus können wir den Strand sehen und unter den Palmen liegen ein paar Kokosnüsse die darauf warten geknackt zu werden.
Das überlassen wir jedoch einen der Gärtner der mit seiner Machete nur ein paar Minuten dazu benötigt.

Am Strand werden oft große Mengen Seegras angeschwemmt zu dieser Jahreszeit, der Strandabschnitt des Resorts wird jedoch immer gesäubert.

Praslin ist die zweitgrößte Insel der Seychellen und hat einiges zu bieten.
Im Herzen der Insel liegt das Vallee de Mai, ein Nationalpark wo die Coco-de-Mer wächst, eine einzigartige Palmenart mit Nüssen von beachtlicher Größe.
Man beachte die Form der „Männchen“ und „Weibchen“.


Auf Trampelpfaden lässt sich der Park zwar relativ gemütlich erwandern, der Schweiß floss aufgrund der hohen Luftfeuchte trotzdem in Strömen.
Ein paar hundert Meter unterhalb des Eingangs entlang der Straße gibt es auch noch einen schönen Wasserfall.
Taxis sind für uns das ideale Fortbewegungsmittel auf Praslin, wir haben uns bewusst kein Auto gemietet.
Oft lassen wir uns irgendwo absetzen um dann ein paar Stunden zu Fuß die Küste zu erkunden und lassen uns dann wieder abholen.
Funktioniert eigentlich reibungslos und so kommen wir wirklich an schöne Strandabschnitte die wir ganz für uns alleine haben.

Tipp: Den Grande Anse und den Anse La Blaque im Süd-Osten der Insel hatten wir fast für uns alleine.
Hier hielten sich nur ein paar Einheimische und wenige Touristen auf.

Die meisten Taxifahrer erzählen gerne über die Geschichte der Inseln und zeigen uns Dinge an denen wir selbst einfach vorbeigefahren wären.
Auf der Fahrt nach Baie St. Anne hält der Fahrer plötzlich an einem Baum und erklärt uns das sich hier gerne einige der bekannten „Black parrots“ aufhalten.
Eine Papageienart die nur hier vorkommt, eine kleine Population von ca. 500 Tieren.
Und tatsächlich, nach ein paar Minuten können wir im Geäst Bewegungen ausmachen und können ein paar der Vögel beobachten.

Eine knapp dreistündige Wanderung hatten wir entlang der Südküste von Baie St. Anne bis nach Amitie.
Auch hier kamen wir an ein paar schöne Strände und trafen nur vereinzelt Leute.
Bunte Häuser standen entlang der Strasse ein paar Leute saßen oft davor im Schatten und winkten freundlich wenn wir vorbeigingen.
Entspanntes Inselleben.

Unsere erste Meeresschildkröte sahen wir dabei am Anse Bois de Rose- wir hatten natürlich unsere Schnorchelausrüstung dabei.
Das tropische Klima lässt uns bei unseren Wanderungen ganz schön schwitzen.
Der Wind bringt hier keine kühle Brise und auch der Ozean keine Abkühlung.
Auch mit Regen muss man jeden Tag rechnen, richtig heftig geregnet hat es aber nur einmal und das gleich bei der Ankunft.
Natürlich besuchten wir auch den berühmten Anse Georgette, hier muss man jedoch ca.3 Tage vorher im Lemuria-Resort anrufen und einen Termin ausmachen.

Die Anzahl der Besucher wird beschränkt, was auch gut ist, so kann man diesen wunderbaren Strand in Ruhe genießen.
Tipp: Wir haben den Anse Georgette und den Anse Lazio mit einer Wanderung verbunden.
Verlässt man das Lemuria-Resort wieder, geht es nach ca. 800m links eine ziemlich steile Straße hinauf an deren Ende sich eine Bushaltestelle befindet.
Von dort führt ein Weg zum Anse Lazio.
Teilweise Schotterstraße meistens jedoch Trampelpfad ist der Weg doch glitschig und schlüpfrig- es hatte wieder einmal geregnet.
Nach ca. 1h kommt man dann an den Anse Lazio und von dort nahmen wir dann wieder ein Taxi zurück an den Anse Volbert wo sich das Les Villas D`or befindet.
Die Taxifahrt war etwas abenteuerlich, das Auto war winzig und schaffte es mit 2 Passagieren an Bord nicht über den ersten steilen Anstieg.
Nachdem wir dreimal vergeblich Anlauf genommen hatten stiegen wir aus und gingen den Hügel hoch um oben wieder einzusteigen.
Kann ja mal passieren. 😀

Unser Ausflugstip auf Praslin: Mit dem Katamaran rund um Praslin.
Der Ausflug wurde uns von Masons Travel angeboten und wir haben es nicht bereut.
Besucht werden dabei Cousin Island – berühmt für seine Riesenschildkröten und Curieuse Island mit seinem Nationalpark für Meeresvögel.
Auf letztere wird man mit Schlauchbooten gebracht man darf nicht selbst anlegen.

Ein Rundgang mit Guides die uns die Vegetation und die einzigartige Vogelwelt erklären führt durch den Wald und entlang der Küste.
Ein paar Riesenschildkröten warten auf Selfies mit Touristen 😀
An der Isle St. Pierre gibt’s einen Zwischenstopp zum Schnorcheln, zu viel erwarten darf man sich jedoch nicht.
Ein paar bunte Fische, einen Rochen und jede Menge abgestorbene Korallen.
Leider hat die Korallenbleiche den Riffen hier arg zugesetzt, wir haben nicht eine intakte Koralle gesehen.
Unterwegs hatten die Guides ihre Angeln ausgeworfen und auch glatt einen Barracuda gefangen.

Den zweiten Teil der Reise verbrachten wir auf La Digue, mit der Fähre wurde von Praslin übergesetzt.
Im „Patratan Village“ hatten wir 5 Nächte im Doppelzimmer gebucht, wir erhielten jedoch ein Upgrade auf die Captain-Suite 🙂
100qm, 3 Balkone… im obersten Stock, ein Traum!

Das Restaurant im Patratan hat eine sensationelle Küche, besonders die Fischplatte war ein Genuss!
Um La Dique zu erkunden reicht eigentlich ein Fahrrad.
Meist geht es nur ein wenig bergauf-und ab, richtig steil wird’s selten.
Um zu den wirklichen Traumstränden zu kommen mussten wir auch öfter dann noch zu Fuß weitergehen, aber es hat sich immer gelohnt.

Hier unsere Tipps:
Sonnenuntergang am besten am Anse La Reunion oder Source d`Argent ansehen, dieser ist auch berühmt für die schönen Granit-Felsformationen.
Hier werden ein paar Rupien (ca.5 Euro) Eintritt verlangt.
Auf dem Weg dorthin kommt man an Vanilleplantagen vorbei, leider war grad nicht Saison dafür als wir dort waren.

Der Grand Anse im Südosten der Insel ist mit dem Fahrrad gut erreichbar und von dort gelangt man zu Fuß auch noch den Petite Anse.
Absolute Traumstrände und sehr wenige Leute!
Vom Petite Anse führt auch noch ein Weg an den Anse Cocos- das haben wir erst später (leider zu spät) auf der Karte festgestellt.
Für uns ein Grund auf La Digue nochmals Urlaub zu machen 😀

An der Ostküste besuchten wir den Anse Caiman und konnten Delfine beim Vorbeiziehen beobachten.
Hier hatten wir einen super Platz unter einen hängenden Palme gefunden, nur wenige Menschen kamen hierher.

Das Hinterland, also alles abseits der Hauptstraße, wirkt abenteuerlich.
Die bewaldeten Hügel lassen Dschungelträume wahr werden.
Die Einheimischen machen zu meist einen recht entspannten Eindruck und erzählen gerne vom Inselleben wenn sie danach gefragt werden.
Einen Ochsenkarren wie in vielen Reiseführern abgebildet haben wir jedoch keinen gesehen.
Dafür gibt’s Golfcaddies in allen Variationen die als Taxis dienen.
Wir haben aber nie eines gebraucht, wir traten in die Pedale 😀
Die letzte Nacht vor dem Heimflug verbrachten wir auf Mahe, dies war aber eher eine Enttäuschung,
wenn man von La Digue kommt und die Ruhe gewöhnt ist.
Laut ist es hier und voller Menschen.
Allerdings kann man von unserem Hotel am Beau Vallon aus die nächst gelegene Insel, nämlich Silhouette Island sehen…
Da wollen wir hin…

The co-pilot puts a little podium before the entrance of the Twin Otter … and after about 2 hours of waiting time, in the rather harsh air-conditioned waiting room of the Domestic Airport on Mahe, we get into the small machine.
The smell of fuel and sweat was incredible, it is tight and stuffy in here.
The pilot raises the engines and now it is also hellish loud.
So begins my first tropic journey … and our honeymoon: D
After only 20 minutes, where we could enjoy the view of the Seychelles from above, we landed on Praslin.

The ride to „Les Villas D`Or“ took appr. half an hour.
Pretty and well-kept is here.
From the terrace we could see the beach and under the palm trees lay a few coconuts waiting to be cracked.
This, however, is left to one of the gardeners who only needs a few minutes to crack it open with his machete.
On the beach large amounts of sea grass are washed up at this time of the year, but the beach section of the resort always get cleaned.

Praslin is the second largest island in the Seychelles and has a lot to offer.
In the heart of the island lies the Vallee de Mai, a national park where the Coco-de-Mer grows, a unique palm tree with nuts of considerable size.
Note the shape of the „males“ and „females“.
On footpaths the park could be hiked comfortably, the sweat flowed nevertheless due to the high humidity.
A few hundred meters below the entrance along the road there is also a beautiful waterfall.

Taxis are for us the ideal means of transport on Praslin, we deliberately rented no car.
Often we hiked a few hours along the coast and then we got picked up again.
This worked really smoothly and so we really came to beautiful beach sections we had completely for ourselves.
Tip: The Grande Anse and the Anse La Blaque in the South East of the island we had almost for ourselves.
Only a few locals and few tourists were here.

Most taxi drivers were happy to tell us about the history of the islands and showed us things that we would have simply passed by.
On the trip to Baie St. Anne, the driver suddenly stopped at a tree and told us that here are some of the famous „Black parrots“.
A parrot species that only occurs here, a small population of about 500 animals.
And indeed, after a few minutes we could make out movements in the branches and could watch a few of the birds.
We had an almost three-hour hike along the south coast from Baie St. Anne to Amitie.
Again, we got to some beautiful beaches and met only few people.
Colorful houses stood along the streets. Some locals sat in the shade and waved friendly when we passed.

We saw our first sea turtle at the Anse Bois de Rose – of course we had our snorkel equipment with us.
The tropical climate still makes us sweat a lot during our hikes.
The wind didn`t bring a cool breeze nor did the ocean cool us.
With rain you have to reckon every day.

Of course, we also visited the famous Anse Georgette, but you have to call 3 days before in the Lemuria resort and make an appointment.
The number of visitors is limited, which is also good, so you can enjoy this wonderful beach with ease.

Tip: We connected the Anse Georgette and the Anse Lazio with a hike.
Leaving the Lemuria Resort again, after about 800m on the left, a fairly steep road leads up to the top and there is a bus stop.
From there, a path leads to Anse Lazio.
Partial gravel road but mostly a path, the trail is slippery and wet – it had rained once again.
After 1 hour we arrived at Anse Lazio and from there we took a taxi back to the Anse Volbert to Les Villas D`or.
The taxi ride was a bit adventurous, the car was tiny and did not make it over the first steep climb with 2 passengers on board.
After we had started three times in vain, we got out and went up the hill on foot.

Our excursion tip on Praslin: with the catamaran around Praslin.
The tour was offered by Masons Travel and we did not regret it.
We visited Cousin Island – famous for its giant tortoises and Curieuse Island with its national park for seabirds.
On the latter one is brought with rubber boats.
A tour with guides explaining the vegetation and the unique bird world leads through the forest and along the coast.
A few giant turtles are waiting for pictures with tourists: D

On the Isle of St. Pierre we made a stop for snorkeling, but you cannot expect too much.
A few colorful fish, a ray and lots of dead corals.
Unfortunately the coral pale had badly inflicted on the reefs, we didn`t see any intact corals.

The second part of the trip we spent on La Digue.
We took the ferry to get there from Praslin.
In the „Patratan Village“ we had booked 5 nights in a double room, but we got an upgrade to the Captain suite 🙂
100sqm, 3 balconies … on the top floor, a dream!
The restaurant at the Patratan has a sensational cuisine, especially the fish platter was a treat!

The best way to explore La Dique is actually a bicycle.
To get to the real dream beaches we had to go on foot more often, but it was always worth it.

Here are our tips:
Sunset is best viewed at Anse La Reunion or Source d`Argent, this is also famous for the beautiful granite rock formations.
It requires a few rupees (about 5 euros) entrance.
On the way you get past vanilla plantations, unfortunately it wasn`t season for that when we were there.

The Grand Anse in the southeast of the island is easy to reach by bicycle and from there you can also reach the Petite Anse by foot.
Absolute dream beaches and very few people!
From the Petite Anse also leads a way to the Anse Cocos – we unfortunately saw this too late on the map.
This is reason enough for us to make another holiday on La Digue soon : D

On the east coast we visited the Anse Caiman and were able to observe dolphins.
Here we found a superb spote under a hanging palm, only few people came here.

The backcountry, everything off the main road, had an adventurous effect.
The wooded hills could make dreams come true.
The locals usually made a rather relaxed impression.
We have not seen an ox-carriage as described in many tour guides.
There are caddies in all variations which serve as taxis.

The last night before our return flight we spent on Mahe, but this was rather a disappointment.
It is loud and full of people.
However, from our hotel on Beau Vallon we could see the nearest island, namely Silhouette Island …
Here we go …

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